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SEGA entlässt 300 Mitarbeiter und will sich auf mobile Spiele konzentrieren
Spielt der Konsolenmarkt in Zukunft keine Rolle mehr?
30. Januar 2015: SEGA Sammy wird die eigene Spielesparte erneut neu ausrichten. Bereits im Jahr 2012 führten Umstrukturierungsmaßnahmen dazu, dass fast alle europäischen Filialen geschlossen wurden und sich der Konzern insbesondere auf die Marken Sonic the Hedgehog, Total War, Football Manager und die Aliens-Lizenz konzentrieren wollte. Zukünftig will SEGA den Konsolen- und Retailmarkt weitestgehend verlassen und sich auf PC-Spiele und den mobilen Bereich fokussieren.
Die neue Umstrukturierung kostet zudem um die 300 Jobs bei SEGA: 120 konnte SEGA of America durch Vorruhestandspläne einsparen. Weitere Mitarbeiter werden durch dem Umzug von San Francisco nach Südkalifornien entlassen, wo bereits die SEGA-Tochter Atlus USA ihren Sitz hat. Durch den Ortswechsel – weg vom teuren San Francisco – sollen in Zukunft Kosten eingespart werden: Grund- und Körperschaftssteuern sind in Südkalifornien niedriger. SEGA verspricht sich durch diese Maßnahmen höhere Gewinne. Denn der klassische Retail-Markt wirft dem Konzern immer weniger Gewinne ab. Schon das Stammkapital der SEGA Corporation sank im letzten Jahr auf 100 Millionen Yen, was etwa 500.000 US-Dollar entspricht.
SEGA of Europe mit Sitz in London ist davon nicht betroffen. Dies gilt auch für die westlichen SEGA Studios, darunter Creative Assembly oder Relic Entertainment und ihren Marken Total War oder Company of Heroes. Deren Spiele dürften in Zukunft vermehrt digital veröffentlicht werden.
Im letzten Geschäftsjahr erzielte SEGA einen geringen Gewinn nach Verlusten im Vorjahr. Das Konzernergebnis wurde durch Rückstellungen für den Vorruhestand von Mitarbeitern und den geplanten Umzug im Sommer 2015 gedrückt.



